Entspannen  

Was ist mit „Entspannen“ gemeint?

Mit Entspannen ist weder Abhängen vor dem Fernseher noch Faulenzen am Strand gemeint, sondern die Fähigkeit, bewusst lozulassen, also quasi auf Knopfdruck zu entspannen. Es geht dabei um Technik und Einstellung.

Unser Körper und Geist braucht beides: Anspannung und Entspannung, und beides im richtigen Masse. Wer vor einem Wettkampf oder Auftritt nicht ein Mindestmass an Erregung (nicht Aufregung) verspürt, kann auch gleich im Bett bleiben. Ein bestimmtes Aktivierungsniveau ist für viele Handlungen einfach erforderlich. Wer allerdings kaum noch entspannen kann, lebt ungesund. Um gezielt und schnell abzuschalten, können Sie an drei Stellschrauben drehen:

Verhalten anpassen Muskelspannung abbauen, am besten durch Anspannung einzelner Muskelpartien und blitzartigem Loslassen der Spannung.

Umwelt adaptieren Ruhige Gegend oder angenehmen Raum aufsuchen, Geräuschpegel senken oder auch entspannende Musik hören.

Wahrnehmung umpolen Auf Relaxen umschalten, angenehme, positive, beruhigende Selbstgespräche führen, Ruhe ausstrahlende innere Bilder aufrufen.

Für die meisten ist eine Entspannungsmethode hilfreich, die sich gut in den Alltag integrieren lässt. Wichtig dabei ist, eine entspannte Körperposition einzunehmen, egal, ob auf einem Sessel, am Boden oder im Sitzen an die Wand gelehnt. Die Konzentration bleibt weiterhin auf die Atmung (Einatmen, Ausatmen, Pause) und die Progressive Muskelentspannung gerichtet, bei der ein Wechsel zwischen An- und Entspannung der Muskelgruppen stattfindet und so zu Entspannung führt.  

Quelle: Buch von Hans Eberspächer, „Gut sein, wenn`s drauf ankommt“, 3., überarbeitete Auflage, Verlag Hanser. Ich bedanke mich herzlich beim Verlag, dass ich diesen Textausschnitt hier wiedergeben darf.